Salmoniden

Die Familie der Forellenfische (Salmonidae), auch Salmoniden, Lachsfische oder Edelfische genannt, umfasst zahlreiche Gattungen und Arten beliebter Speisefische, wie Lachse, Forellen, Renken, Äschen. Sie ist die einzige Familie der Lachsartigen (Salmoniformes) und wird in die drei Unterfamilien Coregoninae, Salmoninae und Thymallinae unterteilt.

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Bachforellen

Die Bachforelle (Salmo trutta fario) besitzt einen spindelförmigen Körper. In der Grundfärbung überwiegen gelbliche Braun- und Grautöne, die zu den Flanken hin heller werden und am Bauch ins Gelbe und Weiße übergehen. Auffällig sind die leuchtend roten und von einem hellblauen Rand umgebenen Tupfen auf den Flanken. Die Bachforelle gehört zu den kurzlebigen Fischarten und wird nur selten älter als 6 Jahre. In den nahrungsreichen Bächen werden dennoch regelmäßig Fische von 2,5 – 3 kg und 60 – 65 cm Länge gefangen.

Biotopansprüche und Lebensweise

Bachforellen gelten als standorttreue Binnenform der Art Salmo trutta und als Leitfisch der nach ihnen benannten Fließgewässerregion. Sie bevorzugen struktur- und gefällereiche, sommerkühle Bäche und kleine Flüsse mit sandig-kiesigem Grund. Die Höhe des Forellenbestandes wird in Niederungsbächen weniger vom Nahrungsangebot als vielmehr von der Zahl, Güte und Erreichbarkeit der Laichplätze sowie von der Ausdehnung zur Verfügung stehender Jungfischhabitate begrenzt. Die Bachforelle ernährt sich überwiegend von Insekten, Flohkrebsen und anderen Wirbellosen. Mit zunehmendem Alter werden gelegentlich Fische gefressen.

Regenbogenforellen

Der Körperbau der Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss) gleicht dem der Bachforelle. Entlang der Seitenlinie verläuft ein rosa irisierendes Band (Name!), auch die Kiemendeckel schimmern rosa. Der gesamte Körper, mit Ausnahme des Bauches, ist mit schwarzen Tupfen übersät. Lebenserwartung und Wachstum in natürlichen Gewässern entsprechen in etwa denen der Bachforelle.

Biotopansprüche und Lebensweise

Die Regenbogenforelle, die systematisch den Pazifiklachsen zugeordnet wird, ist ursprünglich im westlichen Nordamerika beheimatet. Ähnlich der europäischen Art Salmo trutta tritt sie in verschiedenen Standortvarietäten auf und bildet sowohl anadrome als auch stationäre Populationen. Nach Deutschland wurde die Regenbogenforelle in den 80er Jahren des 19. Jahrhunderts eingeführt und erlangte sehr bald einen hohen Stellenwert in der Teichwirtschaft und Fischzucht. Die Art toleriert im Vergleich zur Bachforelle höhere Wassertemperaturen und niedrigere Sauerstoffgehalte und zeigt ein weniger ausgeprägtes Revierverhalten. Die Regenbogenforelle ernährt sich überwiegend von Insekten, Krebstieren und anderen Wirbellosen, gelegentlich werden auch Fische gefressen.

Seeforellen

Die Seeforelle (Salmo lacustris) zählt in den stehenden Gewässern des Alpen – und Voralpengebietes zur größten Art der Forellenartigen. Ein blaugrauer oder grüngrauer Rücken sowie helle Seiten mit dunklen Flecken sind diesem Fisch eigen. Mitunter befinden sich zwischen den dunklen Flecken auch rostbraune oder orangefarbene Tupfen. Der Körper ist gedrungen, torpedoförmig und seitlich etwas abgeflacht. Das Maul ist endständig, die Maulspalte reicht bis hinter das Auge. Die Kiefer tragen viele spitze Zähne. Die Seeforelle hat keine roten Tupfen mit hellblauer Umrandung wie die Bachforelle. Die Seeforelle hat größere, schwarze Flecken bis zum Bauch hinunter.

Biotopansprüche und Lebensweise

Die Lebensräume dieses Fisches sind kalte, sauerstoffreiche Gewässer, wobei die älteren Tiere mit dem Erreichen der Geschlechtsreife (4 – 5 Jahre ) in Tiefen bis zu 40 m (Grundforellen), die jüngeren (Schwebforellen) in den oberen Wasserschichten beziehungsweise nahe am Ufer leben. 40-80 cm sind die durchschnittlichen Größen, Längen bis 140 und Gewichte um 30 kg sind sehr seltene Ausnahmen. Ungefähres Alter: 8 bis 12 Jahre. In den ersten Jahren ernährt sich dieser Fisch von Kleinlebewesen und kleinen Fischen, später ausschließlich von Fischen.